FEBRUAR
2026
Wir haben einen neuen
Samuel Heinold
Unser Spieler des Monats ist diesmal wieder ein Bad Hönninger Spieler, und zwar einer aus der Jugendabteilung: Samuel Heinold!
Der Linzer Schüler zählt seit 2023 zu unseren Mitgliedern, und ähnlich wie Vadim hat er den Weg in den Verein über die Schach-AG von Ralf Weißenfels gefunden. Am 2. Brett in unserer 2. Mannschaft hat er sich diese Saison in der Bezirksklasse ganz ordentlich präsentiert.
Seit Ende Januar darf sich Sami Blitz-Bezirksmeister 2026 des Schachbezirks Rhein-Westerwald (SBRW) nennen - der mutmaßlich jüngste bisher, auch wenn sich die Bezirksoberen da nicht mehr so *ganz* sicher sind.
Sami hier mit den weiteren Preisträgern der SBRW-Blitz-EM 2026, Martin Kaster (2.), rechts, und Vadim Belilovskiy (3., links).
Den Vereinspokal 2025 hat Sami auch abgeräumt (siehe oben, mit unserem Boss Günther Klein), und alle Behauptungen des US-Präsidenten, dass eigentlich ER das Finale gewonnen habe, sind nachweislich falsch.
Aber auch außerhalb des Vereins ist Sami im Schachbetrieb recht aktiv: in den Weihnachtsferien qualifizierte er sich in Gruppe D bei der DSAM in Bonn und spielt so im kommenden Sommer in Dresden um den Titel des Deutschen Amateurmeisters. Vorher geht’s jedoch im April noch nach Pirmasens, um als Drittplatzierter der diesjährigen Rhein-landmeisterschaft in der RLP-Meisterschaft anzutreten.
Als passionierter Beatboxer und Geräuschemacher ist Sami meist zu hören, bevor man ihn sieht, und so brachte ihm dieses Faible schon einmal fast eine Anzeige wegen Ruhestörung ein – den Spielplatz neben dem Schachheim darf er jedenfalls wegen „zu lauten Schaukelns“ nicht mehr betreten. Sein gesteigertes Aktivitätsniveau wird Tag und Nacht befeuert von einer nie versiegenden Energiequelle, und so war seine Familie verblüfft und preiste den Herrn, als er sich im Alter von 7 erstmalig zu einer Schachpartie hinsetzte.
Der intensive Tunnelblick für seine Interessen erlaubt es Sami, unwillkommenen Input von anderen Menschen auszublenden, demzufolge er wenig Sinn für Geplänkel oder Höflichkeiten hat. Eine Konsequenz davon ist leider auch eine leidlich ausgeprägte
Alltagstauglichkeit - das Schälen einer Banane kann ihn schon mal vor eine ernsthafte Herausforderung stellen, und so ernährt er sich von Zuckerwürfeln und unbelegten Weizenbrötchen, wenn niemand interveniert.
Der Tierrechtsaktivist und Gerechtigkeitsfanatiker ist ein eher rastloser Schachspieler - der ganz nach dem Motto „Sport ist Mord“ im Alltag unbelehrbare Couchsurfer legt mittlerweile während einer durchschnittlichen Schachpartie mehr Meter zurück als sonst an einem ganzen Wochenende. Doch während der Körper scheinbar auf dem Sofa ruht, wird das Gehirn weiterhin mit Starkstrom versorgt, was sich mit etwas Glück in obsessivem Schachspiel, mit etwas Pech in endlosen Minecraft-Sessions entlädt.
Doch nun kommt Sami endlich selbst zu Wort und beantwortet
unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS!
1. Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Mein Vater hat es mir beigebracht, am Schachbrett von meinem Opa Erich. Ich glaube, da war ich so sieben Jahre alt. Ähnlich wie bei Vadim hat mein Vater aber auch bald aufgehört, mit mir zu spielen, weil er ständig verlor.
2. Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Mich hat schon immer die Spielweise von Bobby Fischer beeindruckt, und auch seine Persönlichkeit finde ich spannend.
3. Gegen wen, lebend oder tot, würdest du gerne mal eine Partie spielen, und warum?
Wahrscheinlich gegen den YouTube-Star Levy Rozman. Ich bin schon lange ein großer Fan von ihm, er ist sehr witzig und unterhaltsam.
4. Das Beste am Schach ist…?
...die Aufregung, wenn man weiß, dass man besser steht.
5. Welches ist deine Lieblingsfigur, und warum?
Wahrscheinlich der Turm - ich liebe es, für ihn Linien zu öffnen und den gegnerischen König anzugreifen.
6. Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Eher klassisch. Freestyle ist zwar eine interessante Alternative, doch mich hat es bisher noch nicht so begeistert. Vielleicht auch, weil man eher selten Gelegenheit bekommt, es zu spielen.
7. Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Ich spiele total gerne Brettspiele - wahrscheinlich wäre es dann irgendein anderes Brettspiel geworden.
…und zum Abschluss die eine Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze (oder gar beides!?!)?
Katze! Meine ersten 14 Lebensjahre hatten wir immer mindestens eine Katze im Haus. Ich zähle die Tage, bis wieder eine einzieht!
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TEAM KATZE!! Vielen Dank, Sami!!!

JANUAR
2026
Wir haben einen neue
Christina Marx
Das Jahr 2026 beginnen wir mit einer Spielerin, und zwar mit Christina Marx aus Koblenz!
Christina spielt zwar weder bei uns im Verein noch im Bezirk, aber sie ist ähnlich wie Michael Schenderowitsch, mit dem sie in Koblenz am Max-von-Laue-Gymnasium die Schach-AG leitet, im rheinland-pfälzischen Schach bekannt wie ein bunter Hund. Man kennt sie nicht nur im Spielbetrieb, sondern auch als Schiedsrichterin, und besonders durch ihr Engagement in der Vereins- und Jugendarbeit.
Als amtierende Deutsche Schach-Amateurmeisterin in der Gruppe E ist die Pädagogin immer mit viel Energie dabei, ihre Begeisterung für das Spiel nicht nur an ihre eigenen Kinder, sondern auch ihre Schüler und die nachwachs- enden Vereinsspieler heran- zutragen.
So ist es auch ihrer hart-näckigen und wiederholten Werbung zu verdanken, dass unser Sami dieses Jahr endlich einmal bei dem Qualifikations-turnier der DSAM in Bonn mitspielte, wo er es tatsäch-lich schaffte, sich für das Finale zu qualifizieren.
Christina selbst wurde in Bonn übrigens für ihre 25. Teilnahme an einem DSAM-Turnier geehrt!
Leider hat Christina noch unzählige andere Hobbies - sie näht, häkelt, baut ihr eigenes Gemüse und Kräuter an, und neuerdings geht sie auch noch auf die Jagd - yikes!
Wenn sie all diese Zeit darauf verwenden würde, Schach zu spielen, hätten wir es hier schon längst mit einer Großmeisterin zu tun! Aber da sie all diese Dinge ganz passabel kann und sie ihr Freude bereiten, will sie auch nichts davon aufgeben. Denn zugegebenermaßen kann auch einer derart hartnäckigen Schachliebhaberin das Spiel ab und an mal zu den Ohren heraushängen, und so erzählt sie lachend, wie dankbar sie ist, dass ihr Partner mit dem Schach so ganz und gar nichts anfangen kann, und sie auch mal nach einem besonders dürftig gespielten Turnier nach Hause kommen kann und nicht darüber reden muss.
Leider hat Christina kürzlich den Verein gewechselt und steht uns nun auch nicht mehr in ihrer Funktion als Jugendleiterin des Bezirks zur Verfügung. Aber glücklicherweise sieht man sie zusammen mit ihrem Kollegen Michael auch regelmässig bei Turnieren und Schachveranstaltungen im gesamten Land, wie bald im Februar, wenn sie mit ihrer Schach-AG am Regionalentscheid des Schulschach am Martinus-Gymnasium in Linz teilnehmen wird!
So kennt man sie: immer mit der Nase über einem Schachbrett.
Christina beim Ahrtaler SchnellschachOpen in 2025:
die Gewinnerin der Frauenwertung!
Und nun beantwortet Christina unsere Fragen an die SPIELERIN DES MONATS!
1. Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Horst Kersting vom SV Koblenz hat hat mir 1991 Schach beigebracht - er war Mathe-und Physiklehrer am Hilda-Gymnasium. Schuld war aber mein Bruder, und er bereut es noch heute! Ich hatte meinen Schlüssel vergessen, und er hat sich geweigert, mir seinen zu geben. Also musste ich in der SchachAG warten. Leider war ich recht gut... Dort habe ich dann auch Michaels Hammes und Michael Schenderowitsch kennengelernt. Im Schulschach waren wir dann auch sechs Jahre in Folge RLP-Meister und auf der Deutschen Meisterschaft.
2. Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Vasyl Ivanchuk! Seit Ewigkeiten fantastisch und ein so geerdeter Mensch. Und so gut! In dem Alter! Ja, Ich bin fast genauso alt...
3. Gegen wen, lebend oder tot, würdest du gerne mal eine Partie spielen, und warum?
Levy Rozman! Ich liebe seine Persönlichkeit, den Sarkasmus überhaupt. Oder Rustam Kasimdschanov. So ruhig!
4. Das Beste am Schach ist…?
Es ist der einzige Sport, wo alt + jung, groß + klein, Mann + Frau, dick + dünn, beeinträchtigt + vermeintlich "normal", überhaupt keine Rolle spielt. Und ein einziges Spiel so viele Varianten und Möglichkeiten hat.
5. Welches ist deine Lieblingsfigur, und warum?
Der Springer! Der kann aus den Hinterhalt und plötzlich irgendwo her kommen und es gibt quasi keine Verteidigung, außer weg zu rennen... Außerdem habe ich eine Schwäche für Pferde, denn ich besitze eins.
6. Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Ich habe Freestyle noch nie probiert. Alles andere bestimmt schon (Würfel, Räuber...). Daher klassisch! Je mehr Zeit, desto besser, Wobei ich gerade die kürzeren Bedenkzeiten auch teste.
7. Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Ich denke, dass aus mir "nix geworden" ist, weil ich sooo viele Dinge gerne mache (und auch gut kann, sage ich mal so arrogant). Ich bin bekennende Bastelfetischistin, Kräuterhexe und Waldschrat par excellence. Seit einiger Zeit ist auch die Jagd mein Hobby.
Ansonsten Kinder bespaßen natürlich!
…und zum Abschluss die eine Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze (oder gar beides!?!)?
Hunde haben "Herrchen", Katzen haben "Bedienstete", sagt sie - wie man sieht, ist sie eine Bedienstete! TEAM KATZE!!!
Vielen Dank, Christina!!!

DEZEMBER
2025
Wir haben einen neuen
Vadim Belilovskiy
Diesen Monat stellen wir euch wieder einen Bad Hönninger Spieler vor – unseren Schnellschach-Vereinsmeister Vadim Belilovskiy!
(hier mit den Zweit- und Drittplazierten Eliah Heinold und Dr. Stephan Klos)
Vadim hat einen etwas ungewöhnlichen Werdegang im Schach hinter sich: nachdem er das Schachspiel als Kind gelernt und dann eine ganze Weile gespielt hatte, brauchte er erst einmal über zwanzig Jahre Pause, bevor er wieder als aktiver Spieler bei einem Verein einstieg. Und so landete er dann bei uns!
Aber erst mal zurück zum Anfang: als 8-jähriger Junge fing Vadim mit dem Schach an, und zwar im „Schach-und Dameklub“ des Pionierpalastes in seiner Heimatstadt Kyjiw - wo er dann sogar 1982 an der Mannschaftsmeisterschaft der Ukraine für sein Team „Kyjiw“ teilnahm.
Wie es aber manchmal so geht, war es mit der Motivation irgendwann dahin, und er hatte erst mal genug vom Schach. So ganz trennen konnte er sich aber scheinbar nicht, denn immerhin spielte er fleißig weiter online. Als schließlich sein Sohn Luka in der Schulschach-AG des Martinus-Gymnasiums in Linz landete und Vadim mit ihm die Schulschach-Turniere besuchte, packte ihn die Schach-Sehnsucht, und so gelang es Ralf Weißenfels, ihn zu uns zu locken. Hier dauerte es auch nicht lange - die Tinte auf der Anmeldung war kaum getrocknet – da gewann er auch schon 2024 das Siebengebirgs-Open in Bad Honnef in der B-Gruppe! Seitdem macht er unseren Spielern auf den Vereinsturnieren das Leben schwer - aber er hatte auch keinen geringen Anteil daran, dass wir dieses Jahr mit der 1. Mannschaft in die Rheinlandliga aufgestiegen sind! Auch wenn hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, dass sein Erfolg eigentlich den Zaubersocken zuzuschreiben ist, die seine Frau ihm geschenkt hat und die er seither zu jedem Spiel trägt.
(hier mit der Mannschaft der Spielgemeinschaft Engers/Bad Hönningen, mit der Vadim letzte Saison
in die Rheinlandliga aufgestiegen ist, v.l.n.r.: Gerhard, Vadim, Vitalij, Thomas, Peter und Werner)
Das Vereinsleben bereichert der Softwareentwickler und Naturliebhaber aber nicht nur als aktiver Spieler, er ist auch seit dieser Saison der Mannschaftsführer der 4. Mannschaft, in der auch sein Sohn Luka spielt. Nun warten wir nur noch darauf, dass sich auch seine durchaus schachinteressierte Tochter Mascha dem Spielbetrieb verpflichtet!
Unsere 4. Mannschaft, v.l.n.r.: Moritz Rentschler, Luka Belilovskiy, Florian Engels,
Eliah Heinold, Darius Dreglea, und Mannschaftsführer Vadim!
Und nun beantwortet Vadim unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS!
1. Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Mein Vater hat mir das Schachspielen beigebracht, als ich sechs Jahre alt war. Ein paar Jahre später ging ich in die Schachschule im Pionierpalast in Kyjiw, und bald hörte mein Vater auf, mit mir zu spielen, weil er ständig verlor.
2. Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Ich war begeistert von Bobby Fischer. Für mich war er immer ein Schachgenie – ein Einzelkämpfer, der aus eigener Kraft Weltmeister wurde und ungeschlagen blieb. Sein eleganter, angreifender Spielstil faszinierte mich, und sein tragisches Schicksal sowie sein schwieriger Charakter verstärkten nur den Eindruck. Außerdem war er der Erfinder des Fischer Random Chess (auch Chess960 genannt), einer faszinierenden Variante, die die Kreativität und das echte Schachverständnis eines Spielers in den Vordergrund stellt.
3. Gegen wen, lebend oder tot, würdest du gerne mal eine Partie spielen, und warum?
Gegen Bobby Fischer hätte ich am liebsten gespielt!
4. Das Beste am Schach ist…?
Das Schönste am Schach ist, dass es wie Zen ist – wenn man spielt, ist man ganz im Hier und Jetzt, und nichts anderes existiert.
5. Welches ist deine Lieblingsfigur, und warum?
Der Springer ist meine Lieblingsfigur. Mit einem einzigen Sprung kann er den Verlauf der Partie verändern.
6. Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Beides!
7. Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Ich hatte eine Schachpause von über zwanzig Jahren, in der ich nicht gespielt habe. In dieser Zeit bin ich viel gereist, habe mich mit Musik beschäftigt und viel gelesen. Auch Tischtennis könnte ich als alternatives Hobby erwähnen.
…und zum Abschluss die eine Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze (oder gar beides!?!)?
Als Kind hatte ich einen Pudel, der vor Freude bis zum Gesicht hochspringen konnte, wenn jemand aus unserer Familie nach Hause kam. Seitdem liebe ich Hunde - sie sind treue Freunde. Auch jetzt haben wir einen Hund, unseren Familienliebling Balu.
Vielen Dank, Vadim!!!
NOVEMBER
2025
Wir haben einen neuen
FM Michael Schenderowitsch
Unser Spieler des Monats November ist der amtierende Rheinland-Pfalz-Meister im Schnellschach: FM Michael Schenderowitsch aus Koblenz!
Michael ist einigen unserer Spieler aus Engers bestens bekannt: von 1999 bis 2005 spielte er in einer Mannschaft mit Thomas Lenz, Peter Drahtschmidt, Michael Keßler und Werner Drescher beim SC Koblenz. Der gebürtige St. Petersburger, der auch eine Weile dort als Trainer an einer privaten Schachschule gearbeitet hat, darf sich seit 2013 mit dem Titel des FIDE-Meisters schmücken. Zusammen mit Christina Marx leitet er die Schach-AG am Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz – der Schule, an der er seinerzeit sein Abitur machte.
(hier mit Christina Marx und Schülern der Schach-AG, sowie Jugendspielern aus unserem Bezirk)
Die Liste von Michaels schachlichen Erfolgen ist lang:
1995 U15 RLP-Mannschaftsmeister mit dem SV Koblenz
1998 RLP-Meister U17
1999 RLP-Blitzmeister U18
2006 RLP-Meister im Turnierschach
2010-2016, 2025 RLP-Mannschaftsblitzmeister mit Schott Mainz
2012, 2013, 2025 RLP-Meister Schnellschach
2023 RLP-Meister Blitzschach
Bisher bestritt er 120 Einsätze in der 2. Bundesliga: 103 mit Schott Mainz, und 17 mit dem SV Koblenz. Auch nahm er bereits 40 mal in verschiedenen Disziplinen an den Deutschen Meisterschaften teil. GM Yuri Solodvinichenko aus der Ukraine war mit einer ELO von 2537 der stärkste Gegner, den Michael (beste ELO: 2357) jemals in einer Turnierpartie besiegte, und zwar just in 2025.
(hier mit seinen Mannschaftskollegen, mit denen er 2025 RLP-Blitzmeister geworden ist)
(hier 2025 in Nickenich beim Pellenz-Cup, den seine Mannschaft der unseren *ganz knapp* wegschnappte...)
Michaels Schüler schätzen ihn nicht nur für sein umfangreiches Schachwissen, sondern zeigen sich auch beeindruckt von der aberwitzigen Menge an letztlich unnützen Fakten, die der bekennende Quizshow-Fan im Laufe der Zeit memorisiert hat. Der sich selbst als „Rampensau“ bezeichnende enthusiastische Kopfrechenakrobat ist dabei unter anderem ein wandelndes Lexikon der Sportstatistik, auch und besonders im Fußball. Obwohl er seit 1993 in Deutschland lebt, hält er noch immer seinem Verein Zenit St. Petersburg die Treue, hat aber auch mit Leverkusen einen deutschen Ersatz gefunden, zu dem er regelmäßig ins Stadion pilgert. Noch regelmäßiger trifft man ihn allerdings bei Schachveranstaltungen in ganz Rheinland-Pfalz, so wie hier beim Spiel gegen unseren Sami anlässlich der Blitz-Bezirksmeisterschaft des SBRAM in Remagen im Oktober:
Und nun beantwortet Michael unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS!
1. Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Angefangen habe ich mit etwa 4 Jahren, beigebracht hat mir das meine Mutter.
2. Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Ein Vorbild habe ich nicht, aber mich beeindruckt die Spielweise von früheren Weltmeistern, die technisch herausragend waren - wie Capablanca, Smyslov oder Karpov.
3. Gegen wen, lebend oder tot, würdest du gerne mal eine Partie spielen, und warum?
Gegen den 1992 verstorbenen früheren Weltmeister Tal, er war eine sehr interessante Persönlichkeit und besonders in seinen jungen Jahren ein Meister des dynamischen Angriffsspiels. Es wäre nicht nur sehr interessant, gegen diesen Spielertyp zu spielen, sondern sich mit ihm auch zu unterhalten, da wir ähnliche Wurzeln haben.
4. Das Beste am Schach ist…?
...dass man sich dem Wettkampf gegen andere Spieler stellt, und immer weiter versucht, sich zu verbessern! Und natürlich Titel, Turniersiege und besondere Partien, sowie die Möglichkeit, viele interessante Menschen kennenzulernen.
5. Welches ist deine Lieblingsfigur, und warum?
Der Turm – das war schon seit meiner Kindheit so, die Form hat mir am besten gefallen, und dass man den als einzige Figur umgedreht aufstellen kann.
6. Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Klassisch! Aber Freestyle ist auch gut, ich habe in den 2000er Jahren mehrfach an der Freestyle WM (Chess Classics 960) in Mainz teilgenommen. Dennoch bin ich eher traditionell.
7. Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Tischtennis und Quiz!
…und zum Abschluss die eine Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze (oder gar beides!?!)?
Hund - tut mir leid, aber ich muss ehrlich antworten. Katzen finde ich aber auch gut!
Nochmal ganz knapp die Kurve gekriegt!!!
Wir bedanken uns bei Michael, und wünschen ihm nicht nur im Schach alles Gute!
OKTOBER
2025
Wir haben einen neuen
Dr. Stephan Klos
Mit Dr. Stephan Klos stellen wir euch auch wieder einen Spieler der Schachfreunde Bad Hönningen vor!
Stephan ist erst seit 2024 ein Mitglied der Schachfreunde, hat sich aber bereits beim ersten Anlauf den Titel des Vereinsmeisters erspielen können.
Der promovierte Chemiker ist gebürtiger Rheinländer, der in Bonn aufgewachsen ist und auch dort studiert hat. Während seiner Bundeswehrzeit suchte er einen Ausgleich zum Kasernenleben, und fand so den Weg zu den Schachfreunden Rheinbach. Denen blieb er auch fast 20 Jahre lang treu, bis ein jobbedingter Umzug ihn zwang, seine Seele an uns zu verkaufen.
Gelernt hat Stephan das Schachspiel, wie man sehen kann, als kleiner Steppke – hier 8 Jahre alt - bei seinem Vater. Ein fast in Vergessenheit geratenes Foto, das Stephan zu seiner Freude bei der Suche nach für sein Spielerportrait relevanten Bildern wiederentdeckt hat.
Dass der Papa damit eine jahrzehntelange Leidenschaft anstoßen würde, ahnte der damals sicher noch nicht, und so muss er auch heute noch im Urlaub zum Grab von Bobby Fischer pilgern und Fotos von seinem Junior machen.
Als Stephan 2016 an einer Simultan-Veranstaltung teilnahm, traf er auf den Großmeister Vlastimil Hort, dem er im Spiel ganz offensichtlich große Probleme bereitete. In einer kurzen Pause von Hort neugierig nach seiner Wertungszahl gefragt, bekam er verwundert als Antwort: „Für so eine DWZ sind Sie aber sehr nervig!“
Davon können die Schachfreunde mittlerweile auch ein Lied singen, denn Stephans Name taucht bei allen Vereinsturnieren immer unter den ersten Plätzen auf – was die Webseiten-Redaktion bereits zum Anlass nahm, den nachlassenden Ehrgeiz der übrigen Vereinsteilnehmer anzumahnen.
Stephan hat wegen seiner humorvollen und positiven Art im Verein schnell viele Fans gefunden, auch und besonders in der Jugendabteilung. Die verblüfft er allerdings immer wieder mit seinen eigenartig anmutenden Eröffnungen, sodass man sich dort nicht ganz sicher ist, wie Stephan einzuordnen ist – heimliches Genie, oder gewiefter Trickser? Eliah H. wird hoffentlich einen weiteren Baustein zur Entschlüsselung der Klos-Eröffnung beitragen können, wenn er demnächst in der 1. Runde des Vereinspokals gegen ihn antritt.
Und nun beantwortet Stephan unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS!
1. Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Das muss irgendwann im frühen Grundschulalter gewesen sein, beigebracht hat es mir mein Vater. Später mussten dann Freunde oder frühe Schachcomputer als Gegner herhalten.
2. Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Ich habe mich nie besonders mit den Schachgrößen beschäftigt und möchte auch keine schlechte Kopie eines anderen sein. Wenn ich jemanden nennen müsste, wäre es wohl Alexei Pawlowitsch Sokolski, weil er sich nicht sklavisch an die bis dahin etablierte Theorie hielt und stattdessen seinen eigenen Weg gegangen ist.
Menschlich fand ich Vlastimil Hort sehr sympathisch, gegen den ich vor einigen Jahren mal simultan spielen durfte. Ein sehr offener und humorvoller Zeitgenosse, der leider kürzlich verstorben ist.
3. Gegen wen, lebend oder tot, würdest du gerne mal eine Partie spielen, und warum?
Einen konkreten Namen habe ich da gerade nicht parat, aber am liebsten gegen einen der ganz frühen Meister im Zeitalter des „romantischen Taktik-Schachs“. Das wäre vermutlich etwas spannender, als sich von einem heutigen technokratischen Supergroßmeister zusammenschieben zu lassen.
4. Das Beste am Schach ist…?
Das ist wirklich einfach: Der Moment, in dem man als Angreifer realisiert, dass eine taktische Kombination forciert ist.
5. Welches ist deine Lieblingsfigur, und warum?
Ich habe eine Schwäche für aktive und bewegliche Damen.
6. Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Das kann bei meinen Eröffnungen sowieso niemand auseinanderhalten.
7. Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Schach befindet sich mit (Städte-)Reisen und Badminton in einem ständigen Kampf um den ersten Platz.
…und zum Abschluss die eine Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze (oder gar beides!?!)?
Da ich es mir nicht mit Glücksbringer Miezius verscherzen möchte, antworte ich statt einer direkten Antwort lieber diplomatisch mit einem Zitat:
„Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, dann möchte ich, wenn ich sterbe, dorthin kommen, wo die Hunde sind.“ (Will Rogers)
Miezius nimmt die Respektbekundung zur Kenntnis und nickt Stephans Mitgliedschaft großmütig ab.

Vielen Dank, Stephan!!
SEPTEMBER
2025
Wir haben einen neuen SPIELER DES MONATS!
Ralf Weißenfels
Diesen Monat stellen wir wieder einen Bad Hönninger Spieler vor: unseren Jugendleiter Ralf Weißenfels!
Der Eingeborene aus dem Ortsteil Ariendorf zählt sich seit 2018 zu den Schachfreunden.
Lange bevor er bei uns ehrenamtlich die Jugendleitung übernahm, beschäftigte er sich allerdings bereits im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit als Pädagoge mit Schach: als Leiter der Schach-AG am Martinus-Gymnasium in Linz am Rhein unterrichtet er nun schon seit über 15 Jahren eine bunte Truppe aus interessierten Anfängern, versierten Hobbyspielern und hartgesottenen Vereinsspielern. Durch seine unaufgeregte und engagierte Art von Schülern wie Eltern gleichermaßen geschätzt, erfreut sich seine AG an der Schule nach wie vor großer Beliebtheit, und zwar so sehr, dass sie seit 6 Jahren auch regelmäßig an den Schulschach-Turnieren des Schachbunds RLP teilnimmt. Wie man sehen kann, sogar mit Erfolg!
Da lag es nah, auch das Jugendtraining im Verein zu übernehmen, und so instruiert Ralf zusammen mit Günther Klein seit 2023 auch die Vereinsjugend im Spiel der Könige. Seit 2024 bekleidet er nun auch offiziell das Amt des Jugendleiters, weshalb er kürzlich einen großzügigen Scheck über 500 EUR von der AWO für unsere Jugendarbeit in Empfang nehmen durfte!
Bei all dem Unterrichten bleibt oft wenig Zeit, selbst zu spielen, weshalb man ihn auch nur noch selten auf Turnieren antrifft.
Als Mannschaftsführer unserer 5. Mannschaft hat er auch noch nie den Kindern nicht den Vortritt am Brett gelassen, und so beschränkt er sich meist auf das Zuschauen.
Über Langeweile kann er dennoch nicht klagen, denn an der Schule gibt es für den Mathematiklehrer und stellvertretenden Schulleiter immer viel zu tun. Besonders vor Beginn der Ferien ist er im Dauerstress, was man sich in Schülerkreisen dadurch erklärt, dass das Auswürfeln sämtlicher Zeugnisnoten aller 802 Schülerinnen und Schüler eine durchaus zeitraubende Prozedur ist.
Und nun darf Ralf auch einmal selbst zu Wort kommen: unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS!
1. Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Mit 13 oder 14 Jahren muss das gewesen sein - angesteckt durch meinen Cousin Frank und unseren gemeinsamen Freundeskreis.
2. Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie präzise und mit welcher Übersicht Magnus Carlsen spielt.
3. Gegen wen, lebend oder tot, würdest du gerne mal eine Partie spielen, und warum?
Ich hätte gern noch einmal gegen meinen Cousin gespielt, der leider viel zu früh verstorben ist. In Kindertagen haben wir regelmäßig gegeneinander gespielt und uns dann aber immer mehr aus den Augen verloren.
4. Das Beste am Schach ist… ?
…dass es kein Glücksspiel ist!
5. Welches ist deine Lieblingsfigur, und warum?
Der Springer, weil ich seine Angriffsmöglichkeiten im Mittelspiel (gerade auch paarweise) mag.
6. Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Klassisch. Ich habe tatsächlich noch nicht eine einzige Partie „freestyle“ gespielt, obwohl das bei meiner Theorieschwäche wirklich mal eine spannende Alternative wäre.
7. Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Fahrradfahren, Wandern und Lesen.
…und zum Abschluss die eine Frage, die allen unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze, oder gar beides?
In Kindertagen war ich absoluter Hundenarr, aber als Erwachsener mit beruflichen und sozialen Verpflichtungen, die mich auch immer mal wieder über längere Zeiten unterwegs sein lassen, zähle ich schon seit knapp 20 Jahren immer wieder mindestens eine Katze oder einen Kater zu meinen Mitbewohnern. Also: Katze!
Da ist Ralf dem Himmel sei Dank im Zuge seiner Reifung doch nochmal zur Vernunft gekommen! Katze Leni und Miezius sind zufrieden. Team Katze!
Vielen Dank, Ralf!
August
2025
Auch im August stellen wir euch wieder einen SPIELER DES MONATS vor!
GM Eckhard Schmittdiel
Diesen Monat haben wir einen Großmeister ausgewählt, der uns nicht nur als der Gewinner des Schnellschach-Open anlässlich des 75-jahrigen Vereinsjubiläums des SC Remagen-Sinzig aufgefallen ist: GM Eckhard Schmittdiel aus Dortmund.
GM Eckhard Schmittdiel hat als relativer Späteinsteiger erst als Teenager den Weg in den Schachverein gefunden, in einem Alter, in dem viele ambitionierte Spieler nicht nur schon über beträchtliche Turniererfahrung verfügen, sondern so mancher Profispieler bereits den Großmeistertitel erspielt hat. Umso bemerkenswerter und inspirierender ist sein schachlicher Werdegang.
Die „verlorenen“ Jahre holte GM Schmittdiel im Nu durch intensives Training beim Postsportverein in Dortmund auf, auch wenn er sich an vergleichsweise mühevolles Lernen durch endloses Wiederaufstellen der Figuren für Analysen am Brett erinnert. Da hätten die Spieler es heute durch digitale Angebote und ein deutlich häufigeres Turnieraufkommen wesentlich leichter, sich vorzubereiten, meint er, und somit ginge es heutzutage auch schneller mit dem Titelgewinn.
Seinen Großmeistertitel erspielte sich Eckhardt Schmittdiel schließlich als Erwachsener, im Alter von 34 Jahren. Solche Geschichten motivieren nicht nur unseren Vereinsnachwuchs, der bisweilen, selbst spät gestartet, angesichts der 14-jährigen Großmeister und 18-jährigen Weltmeister entmutigt das Handtuch werfen will. Auch unsere erfahreneren Spieler werden durch GM Schmittdiel daran erinnert, dass es sich lohnt, dranzubleiben - denn auch das ausgewachsene Gehirn lernt weiter.
In immer hektischeren Zeiten, in denen es nicht nur Kindern und Jugendlichen zunehmend schwer fällt, sich längerfristig für ein Ziel zu motivieren anstatt auf sofortige Belohnung zu setzen, ist die Schachkarriere von GM Eckhard Schmittdiel eine wohltuende Erinnerung, dass man auch entschleunigt ankommen kann. Schließlich war mit dieser Strategie auch seinerzeit Äsops Schildkröte erfolgreich: Slow and steady wins the race!
Und wer nun mehr von GM Schmittdiel lernen möchte, dem sei seine Publikation zur Benoni-Eröffnung empfohlen, die er 1989 gemeinsam mit Jerzy Konikowski im Beyer Verlag veröffentliche: "Modernes Benoni - richtig gespielt" (ISBN-13 : 978-3891680162).
GM Eckhard Schmittdiel als Erstplazierter, mit den weiteren Preisträgern des Schnellschach-Open des SC Remagen-Sinzig im Juni 2025.
So, und nun darf GM Eckhard Schmittdiel unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS beantworten!
Wann haben Sie angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es Ihnen beigebracht?
Schach zu spielen begann ich mit meiner Mutter, als ich etwa 11 Jahre alt war. Im Alter von 15 Jahren habe ich dann gewissermaßen per Zufall den Schachverein entdeckt, und bin dank eines Mitschülers eingetreten.
Welches war Ihr erster Verein, und spielen Sie dort heute noch? Wenn nicht, wohin sind Sie gewechselt?
Der Postsportverein Dortmund war 1975 mein erster Verein, doch drei Jahre später wechselte ich dann zu den Schachfreunden Dortmund-Brackel. Mit Brackel sind wir damals aus der 6. Liga bis in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Ab 1990 spielte ich dann für eine Saison beim SC Porz, bevor ich wieder zurückging nach Brackel. Insgesamt habe ich für 9 Vereine in Deutschland und 2 in Österreich (Styria Graz und SK Absam) gespielt – meine beste Zeit hatte ich allerdings in Porz! Heute spiele ich beim SK Göggingen (Augsburg) in der 2. Bundesliga Süd.
Haben Sie ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise Sie sehr beeindruckt?
Mein erstes Vorbild war Aaron Nimzowitsch, wegen seiner Bauernstrategien. Aber ich habe Partiesammlungen vieler früherer Meister durchgespielt, um verschiedene Spielstile zu studieren.
Das Beste am Schach ist…?
... dass man es spielen kann, ohne ausgewechselt zu werden! Vorher beim Basketball war auf der Bank sitzen nicht mein Ding.
Welches ist Ihre Lieblingsfigur?
Der Springer, wegen seiner ungewöhnlichen Sprungkraft.
Freestyle, oder klassisch, oder beides?
Klassisch. Es gibt genug Möglichkeiten, sich im Leben zu verzetteln.
Was wäre Ihr Lieblingshobby geworden, wenn Sie nicht Schach entdeckt hätten?
Lesen, Schreiben, Natur, Sport, Wandern, Spiele und gute Gesellschaft.
...und zum Abschluss die eine (Fang-)Frage, die der gesamten Internet-Community unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze?
Die Katze, wegen ihrer respektvollen Selbständigkeit. Bei uns wohnte Ende der 70er Jahre sogar ein sandgoldener Perserkater namens Kasimir von Rosenstein.
Diese Frage hat GM Eckhard Schmittdiel somit richtig beantwortet! Miezius nickt zufrieden die Aufnahme von Herrn Schmittdiel auf die Liste der Ehrenmitglieder der Schachfreunde Bad Hönningen ab.
Wir danken Herrn Schmittdiel ganz herzlich für seine Zeit, und wünschen ihm nicht nur für die kommende Bundesliga-Saison alles Gute!
Unser Jugendspieler Sami Heinold zeigte sich hocherfreut über die Gelegenheit, mal in einem Turnier gegen "einen echten Großmeister" spielen zu dürfen! Noch besser: von GM Eckhard Schmittdiel gab es nicht nur ermutigende Worte, sondern auch noch ein paar Expertentips.
Juli
2025
Es ist Juli, und wir haben einen neuen SPIELER DES MONATS!
Diesen Monat haben wir erneut einen Spieler der Schachfreunde ausgewählt, ohne den hier in Bad Hönningen nichts funktionieren würde: Patrick Busley!
Patrick trat im Jahr 2014 als Schach-Anfänger dem Verein bei, zu einem Zeitpunkt, zu dem sein Sohn Tim bereits seit einer Weile das Jugendtraining besuchte. Es dauerte nicht lange, und er wurde als Ehrenamtlicher eingespannt: seit 2018 engagiert er sich für den Schachbezirk Rhein-Westerwald (SBRW), wo er sowohl als Turnierleiter für Mannschaftskämpfe als auch als Schriftführer fungiert.
Die Turnierleitung bei den Schachfreunden Bad Hönningen übernahm Patrick schließlich 2020, und ebenso die Jugendleitung, die er 2024 aber wegen Ämterhäufung an Ralf Weißenfels abgab - zumal er seitdem auch das Amt des 2. Vorsitzenden bekleidet. Seit 2024 besitzt Patrick obendrein die regionale Schiedsrichterlizenz, sodass er beim diesjährigen RLP Open in Heimbach-Weis nicht mehr selbst mitspielte, sondern als Schiedsrichter agierte.
Der hartnäckige Verweigerer moderner Kommunikationstechnologien ist gar nicht so mürrisch, wie er immer gerne wirken würde – das „Bitte-nicht-stören“-Gesicht ist seine Werkseinstellung, die er gerne aufsetzt, um sich zu jeder Zeit in Ruhe dem aktuellen Schachproblem in seinem Kopf widmen zu können. Der Mathematiker und zukünftige Nichtraucher hat eine One-Track-Mind – „Ich kann nicht reden und spielen gleichzeitig!!!" - eine Disposition, die im Schach nur von Vorteil sein kann.
Patrick Busley
Und nun darf Patrick auch einmal selbst zu Wort kommen: unsere Fragen an den SPIELER DES MONATS!
Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Ich habe 2014 angefangen zu spielen und bin in den Verein eingetreten, nachdem mein Sohn Tim kurz zuvor ins Jugendtraining eingestiegen war. Die Regeln habe ich mir selber angeeignet.
Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Ulf Andersson beeindruckt mich als Schachspieler und Mensch, Anatoly Karpov und Magnus Carlsen als Schachspieler.
Das Beste am Schach ist…?
Schachpartien empfinde ich meist als anstrengend und kann sie selten genießen. Ich freue mich, wenn ich Stellungen richtig bewerte und vernünftige Pläne finde, was aber leider eher selten der Fall ist.
Welches ist deine Lieblingsfigur?
Eine Lieblingsfigur habe ich nicht, aber ich bilde mir ein, mit Springern besser zurechtzukommen als mit Läufern.
Freestyle, oder klassisch?
Ich habe noch nie Freestyle ausprobiert; mit klassischem Schach habe ich schon genug zu kämpfen.
Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Ich bin mir nicht sicher, ob Schach mein Lieblingshobby ist. Ich lese viel, beschäftige mich mit Mathematik, mag Opern, klassische und zeitgenössische Musik.
...und zum Abschluss die eine (Fang-)Frage, die der gesamten Internet-Community unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze?
Obwohl ich mich mit dem Kater meiner Tochter angefreundet habe: 100% Hund.
Diese Frage hat Patrick somit leider falsch beantwortet. Da Miezius bei der Mitgliederversammlung gleich dreifach stimmberechtigt ist, könnte das im Ernstfall sogar Patricks Wiederwahl beeinträchtigen.
Trotzdem... vielen Dank, Patrick!
Juni
2025
Mit dem Juni 2025 starten wir unsere Reihe SPIELER DES MONATS!
Wer wäre besser geeignet diese Reihe anzuführen, als der Mann, der seine Finger immer und überall im Spiel hat, wenn "Schach" und "Bad Hönningen" zusammenkommen - DAS Gesicht der Schachfreunde:
Günther ist schon seit den frühen Vereinsjahren ein unverzichtbares Mitglied der Schachfreunde!
Bereits im Alter von 20 engagierte er sich als Turnierleiter, und seit 2004 bekleidet er durchgehend das Ehrenamt des 1. Vorsitzenden.
Bei aller Zeit und Energie, die seine Arbeit für den Verein verlangt, lässt er das Schachspiel allerdings nicht zu kurz kommen: unser Verein darf mit ihm auch den amtierenden Bezirksmeister des Schachbezirks Rhein-Westerwald stellen! Und das nicht zum ersten Mal, denn auch 2017 sicherte sich Günther bereits den Titel.
Günther ist Ansprechpartner für alle Vereinsangelegenheiten, und immer zur Stelle, um Veranstaltungen, Turniere sowie das Training zu begleiten - sei es für die Erwachsenen oder den Nachwuchs, dem er sich Dienstagsabends gemeinsam mit Jugendleiter Ralf Weißenfels annimmt.
Günther Klein
Und nun darf Günther auch einmal selbst zu Wort kommen: ein paar Fragen an den SPIELER DES MONATS!
Wann hast du angefangen, Schach zu spielen, und wer hat es dir beigebracht?
Im Verein Schach zu spielen begann ich im Alter von 14, zusammen mit Gerhard Rörig und anderen Bad Hönninger Schulfreunden.
Hast du ein Vorbild, oder jemanden, dessen Spielweise dich sehr beeindruckt?
Die Partien von Michail Tal haben mich sehr beeindruckt. Ein direktes Vorbild habe ich nicht.
Das Beste am Schach ist…?
Die Partieanalyse nach dem Spiel (auch digital).
Welches ist deine Lieblingsfigur?
Der Springer (am besten beide in Zusammenarbeit).
Freestyle, oder klassisch?
Klassisch. Ich überlege aber, es mal mit Freestyle zu versuchen.
Was wäre dein Lieblingshobby geworden, wenn du nicht Schach entdeckt hättest?
Fahrradfahren!
...und zum Abschluss die eine (Fang-)Frage, die der gesamten Internet-Community unter den Nägeln brennt: Hund, oder Katze?
Katze - ich habe schon öfter Katzen versorgt!
Diese Frage hat Günther somit richtig beantwortet. Miezius der Erste wird dies mit Befriedigung zur Kenntnis nehmen.
Vielen Dank, Günther!




















































